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Sechs ARD-Auslandsstudios auf drei Kontinenten – standardisiert gesteuert und überwacht mit KSC Core

1. Okt.
3 Min. Lesezeit

Wie der WDR mit KSC Core und KSC SinAlarm eine einheitliche, skalierbare Steuerungs- und

Monitoringbasis für international verteilte Broadcast-Studios geschaffen hat, bei laufendem

Sendebetrieb.


Auf einen Blick

  • Kunde: Westdeutscher Rundfunk (WDR), Köln

  • Projekt: Erneuerung der Produktionstechnik in sechs von acht durch den WDR verantworteten ARD-Auslandsstudios

  • Zeitraum: Juni 2022 – Dezember 2025

  • Standorte: Paris, Brüssel, Nairobi, Warschau, New York, Washington D.C.

  • Lösung: KSC Core · KSC SinAlarm · KSC Bediengeräte und Virtual Panels

  • Generalunternehmer: BFE


Blaues ARD-Logo auf der Glastür zum Eingangsbereich des ARD-Studios Washington, an der Wand ein Stadtplan.

Ausgangssituation: Internationale Berichterstattung braucht verlässliche Technik

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ist das größte öffentlich-rechtliche Medienunternehmen in

Deutschland und als ARD-Landesrundfunkanstalt für die Berichterstattung aus acht Auslandsstudios verantwortlich: Paris, Brüssel, Nairobi, Warschau, New York, Washington und D.C. Diese Studios liefern täglich Beiträge etwa für Tagesschau, Hörfunk, Podcasts sowie Web- und Social-Media-Angebote.


Mit der zunehmend crossmedialen Medienproduktion stiegen die Anforderungen an Betriebssicherheit, Verfügbarkeit und Unterstützbarkeit der Standorte. Die Studios

unterscheiden sich erheblich in Größe und lokaler Infrastruktur, während die Anforderungen an Zuverlässigkeit und Fernwartbarkeit überall identisch hoch sind.


Der WDR startete im Februar 2021 ein mehrjähriges Modernisierungsprojekt mit dem Ziel, eine einheitliche, crossmedial ausgerichtete Produktions- und Sendetechnik an allen Auslandsstandorten einzuführen. Auf Basis eines EU-weiten Vergabeverfahrens wurde BFE als Generalunternehmer ausgewählt, der die technische Integration und Inbetriebnahme in den sechs ARD-Studios Paris, Brüssel, Nairobi, Warschau, New York und Washington D.C.

verantwortete.


Anforderungen an die Steuerungs- und Monitoringschicht

An die Steuerungs- und Monitoringebene wurden aus Betriebssicht folgende Kernforderungen gestellt:

  • Einheitliche Bedien- und Steuerlogik über alle Standorte hinweg

  • Zentrale Überwachung komplexer medientechnischer Infrastrukturen

  • Skalierbarkeit für unterschiedlich dimensionierte Studios

  • Klare Strukturen für Service, Support und Fehleranalyse

  • Herstellerunabhängige Integration bestehender und neuer Systeme

  • Absicherung des laufenden Sendebetriebs während der Umbauphase


Die Lösung: KSC Core als technisches Rückgrat

KSC Core übernimmt die übergreifende Steuerung und Kontrolle der medientechnischen Infrastruktur und bildet die Grundlage für ein einheitliches Bedienkonzept an allen sechs Standorten. Obwohl die Studios sich in Größe und Ausbaustufe erheblich unterscheiden,

stehen dieselben Funktionen überall konsistent zur Verfügung, angepasst an die jeweiligen lokalen Gegebenheiten und erkennbar innerhalb eines gemeinsamen Systemkonzepts.


Dieses Prinzip hat unmittelbare betriebliche Konsequenzen: Wer ein Studio kennt, findet sich im nächsten sofort zurecht. Das reduziert Einarbeitungszeiten, vereinfacht die standortübergreifende Unterstützung und macht Fehleranalysen deutlich effizienter.



Zentrales Monitoring mit KSC SinAlarm

KSC SinAlarm ergänzt die Steuerung um ein standortübergreifendes Monitoring. Störungen und Statusmeldungen aller angebundenen Systeme werden zentral erfasst und strukturiert dargestellt. Die einheitliche Alarm- und Monitoringlogik ermöglicht eine schnelle

Fehlereinordnung und erhöht die Betriebssicherheit der internationalen Studios signifikant.


Herausforderung: Umbau bei laufendem Betrieb

Eines der anspruchsvollsten Elemente des Projekts war die logistische und technische Umsetzung: Alle sechs Studios wurden bei vollem Sendebetrieb umgebaut. Das erforderte den Aufbau sendefähiger Provisorien, kurze Realisierungsfenster und enge Abstimmung mit lokalen Behörden und Dienstleistern.


Die hohe Standardisierung im Projektansatz, mit identischer technischer Ausführung, wiederholbaren Abläufen und einheitlicher Dokumentation, war dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Jedes umgebaute Studio lieferte Erfahrungen, die beim nächsten Standort

direkt angewendet werden konnten.


Projektverlauf: Sechs Studios in drei Jahren

Die Studios wurden sukzessive erneuert, stets in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen

Redaktionsteams vor Ort und dem WDR in Köln:

  • Dezember 2022: Studio Paris (Sendestart nach Umbau)

  • Juli 2023: Studio Brüssel

  • Dezember 2023: Studio Nairobi

  • Mai 2024: Studio Warschau

  • September 2024: Studio New York

  • Dezember 2025: Studio Washington D.C. (Abschluss des Gesamtprojekts)


„Die Erneuerung der Produktions- und Sendetechnik ist ein entscheidendes Projekt für den WDR, das die Produktion im Ausland zukunftssicher aufstellt und die redaktionellen Anforderungen optimal unterstützt. Die Möglichkeit, crossmediale Inhalte direkt vor Ort zu produzieren, eröffnet einen direkten Kanal zu den Zuschauerinnen und Zuschauern und stärkt den WDR als wichtigen Partner in der internationalen Berichterstattung der ARD.“ Markus Gerlach, Hauptabteilungsleiter Produktion Landesprogramme und Außenstudios, WDR

Ergebnis: Eine skalierbare Basis für internationale Broadcast-Produktion

Mit dem Sendestart in Washington D.C. am 1. Dezember 2025 ist das Gesamtprojekt abgeschlossen. Sechs ARD-Auslandsstudios auf drei Kontinenten verfügen nun über eine

einheitliche, skalierbare und langfristig tragfähige Steuerungs- und Monitoringbasis auf Basis von KSC Core und KSC SinAlarm.


KSC Core und KSC SinAlarm schaffen dabei technische Konsistenz und betriebliche Effizienz zugleich: Bedienkonzepte, Monitoringstrukturen und Systemlogiken sind standortübergreifend vergleichbar und wiedererkennbar. Das erleichtert Know-how-Transfer, Fernunterstützung aus Köln sowie spätere Systemerweiterungen, über Länder und Zeitzonen hinweg.


Regieplatz mit Bildmischer, Audiopult und Monitoren im ARD-Studio Washington, dessen Technik KSC Core steuert

Key Takeaways für Planer und Betreiber

  • Einheitliche Steuerung trotz unterschiedlicher Studiogrößen und Ausbaustufen

  • Standortübergreifendes Monitoring für verteilt betriebene Broadcast-Infrastrukturen

  • Klare Strukturen für Betrieb, Service und Fernunterstützung

  • Herstellerunabhängige Integration bestehender und neuer Systeme

  • Skalierbar und langfristig wartbar, auch über länderspezifische Anforderungen hinweg

  • Rollout-fähiges Konzept: Standardisierung reduziert Komplexität bei jedem weiteren Standort


Eingesetzte KSC-Systeme

KSC Core · Broadcast Controller System für übergreifende Steuerung und Kontrolle medientechnischer Infrastrukturen

KSC SinAlarm · Zentrales Monitoring- und Alarmsystem für verteilte Broadcast-Standorte

KSC Bediengeräte und Virtual Panels · Einheitliche physische und softwarebasierte

Bedienerlösungen

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