KSC Core als zentrale Steuerung im ARD-Hauptstadtstudio
- 20. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Zuverlässige Kontrolle einer SMPTE 2110 Produktionsumgebung im Live News Betrieb
Das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin zählt zu den wichtigsten Produktionsstandorten für bundespolitische Berichterstattung in Deutschland. Täglich entstehen hier Nachrichten und Sondersendungen mit hoher Aktualität. Im Zuge der grundlegenden Erneuerung der fernsehtechnischen Infrastruktur stellte BFE die Produktionsumgebung zwischen Februar 2024 und Dezember 2025 auf eine vollständig IP basierte Architektur nach SMPTE ST 2110 um. KSC Core übernimmt seither die zentrale Steuerung und Überwachung aller relevanten Produktionsressourcen.
Warum das ARD-Hauptstadtstudio seine Broadcast-Infrastruktur grundlegend erneuerte
Die vorhandene Infrastruktur hatte über viele Jahre zuverlässig ihren Dienst geleistet. Mit Blick auf neue Produktionsanforderungen und künftige Entwicklungen zeigten sich jedoch zunehmend strukturelle Grenzen: Zentrale Komponenten näherten sich dem Ende ihres geplanten Lebenszyklus, Erweiterungen waren technisch kaum noch möglich, und die bestehende Verkabelung bot keinen Spielraum für weitere Upgrades. Eine grundlegende Erneuerung war unausweichlich.
Anforderungen an ein SMPTE 2110 Steuersystem im Live-Betrieb
Für den stabilen Betrieb der neuen Produktionsumgebung war ein Steuersystem erforderlich, das IP basierte Workflows sicher beherrscht und die operative Komplexität für Betrieb und Service spürbar reduziert. Gefordert war eine zentrale Instanz, die Verbindungen, Abhängigkeiten und Ressourcen transparent abbildet, Eingriffe im laufenden Betrieb ermöglicht und auch in Migrationsphasen volle Kontrolle gewährleistet.
Hinzu kam eine organisatorische Dimension: Der Wechsel zu einer IP basierten Architektur erforderte einen grundlegenden Wandel in der Arbeitsweise von Betrieb und Service. Technische Einführung und aktive Begleitung des Teams gehörten daher von Anfang an zum Projektumfang.
KSC Core: Zentrale Steuerung für IP-basierte Broadcast-Infrastrukturen
KSC Core wurde als zentrales Element in die neue SMPTE 2110 Infrastruktur integriert. In Kombination mit dem Broadcast Orchestrator Nevion Video iPath steuert KSC Core sämtliche Produktionsressourcen und bildet komplexe Signal und Ressourcenabhängigkeiten visuell ab.
Um Baufreiheit zu schaffen, ohne den Sendebetrieb zu gefährden, errichtete das Projektteam unter Leitung von Katrin Brümmer zunächst eine umfangreiche Interimslösung. Das bestehende Commandersystem lief darin wie gewohnt weiter, während parallel dazu eine vollständig autarke KSC Core Instanz installiert und konfiguriert wurde.
Migration ohne Sendeunterbrechung: Der Übergang im laufenden Betrieb
Die besondere Herausforderung des Projekts lag in der Umsetzung während des laufenden Sendebetriebs. KSC Core erleichterte diesen Übergang, da Produktionslogiken und Verschaltungen im Vorfeld eingerichtet, getestet und jederzeit abrufbar waren. Der Sendebetrieb lief während der gesamten Migrationsphase ohne Unterbrechung weiter. Umbauphasen, Tests und Inbetriebnahmen konnten durchgeführt werden, ohne die laufende News Produktion zu gefährden.
„Die Umstellung auf eine vollständig IP-basierte Produktionsumgebung war für uns ein bedeutender Schritt. Mit KSC Core haben wir jetzt eine Steuerungsebene, die unsere Abläufe transparent macht und uns die Flexibilität gibt, die wir im täglichen News Betrieb brauchen."
Michael Schultz, Leiter Produktion und Technik, ARD-Hauptstadtstudio
Langfristig skalierbare Produktionsarchitektur für den News-Betrieb
Mit der neuen IP basierten Produktionsumgebung ist das ARD-Hauptstadtstudio langfristig gut aufgestellt und kann auf die hohe Dynamik und oft kurzfristigen Anforderungen im News Betrieb flexibel reagieren. KSC Core bildet die Grundlage für einen stabilen, transparent steuerbaren Betrieb.
Key Takeaways für technische Entscheider
Zentrale Steuerung komplexer SMPTE 2110 Infrastrukturen
Hohe Betriebssicherheit im 24/7-Live-Umfeld
Transparente Abbildung von Ressourcen, Abhängigkeiten und Zuständen
Unterstützung von Migration, Parallelbetrieb und Schulung
Grundlage für langfristig skalierbare Produktionsarchitekturen








